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Fazit Griechenland

In den vergangenen gut drei Wochen haben wir Teile des Nordwestens und der Insel Peleponnes sowie einen großen Teil der nordöstlichen Küste von Griechenland gesehen. Auf einer der griechischen Inseln waren wir also nicht und können darüber auch kein Urteil fällen.
Der Nordwesten von Griechenland ist geprägt durch das sehr schöne Pindosgebirge. Die Vikosschlucht, die tiefste Schlucht der Erde ist atemberaubend, und eine ausgedehnte Wanderung hätte sich mit Sicherheit gelohnt, war uns aber nicht vergönnt.
Im Westen der Peleponnes gibt es noch natürliche Sandstrände, teilweise mit Dünenlandschaften wie an der Nordsee. Allerdings erobert das Meer seit Jahren die Sandstrände zurück, wie wir erfahren. Die Ursache dafür kennen wir nicht, aber vielleicht wird in ein, zwei Jahrzehnten von einigen Stränden nicht mehr viel übrig sein.
Daneben wird die Landschaft dominiert von endlosen Olivenhainen, die schön anzusehen sind, besonders in den Abendstunden, wenn die Blätter der Olivenbäume in der Sonne silbrig glänzen und mit den in goldenes Licht getauchten, trockenen Grashalmen um die Wette strahlen. Auf die Dauer können Olivenhaine allerdings auch ganz schön eintönig sein. Aufgelockert werden sie auf der Peleponnes nur durch eine etwas abwechslungsreichere Vegetation im Inselinneren. In den dortigen Mittelgebirgen sieht man ab und zu auch Tannen und andere Pflanzen. Teilweise führen noch wilde Schotterpisten als einzige Verbindungen zwischen den weit auseinander liegenden Ortschaften durch das bergige Land, die für das Auge eine wahre Wohltat gegenüber dem gewohnten Asphalt sind. Es wäre schön, wenn man so etwas noch in Deutschland finden würde.
Athen kann man getrost vergessen: Das weiße Häusermeer ist von oben schön anzusehen, aber die Stadt erstickt im Verkehr. Thessaloniki fanden wir etwas entspannter, aber zum Verweilen eingeladen hat auch diese Stadt uns nicht.
Die drei Finger Kassandra, Sithonia und Athos der Halbinsel Chalkidiki, die bei Thessaloniki beginnt, sind noch sehr ursprünglich und unverbaut. In zahlreichen Buchten gibt es feinen, hellgelben Kiessand, durch den das kristallklare Wasser in den schönsten Grün- und Blautönen leuchtet.

Die Griechen sind überwiegend freundlich, teilweise aber auch recht arrogant und desinteressiert. Zumindest sind sie aber nicht ganz so abgestumpft wie die Kroaten. Was die Hilfsbereitschaft angeht, ist das Bild ambivalent. Einige Griechen sind sehr aufmerksam und bieten ihre Hilfe an, andererseits hatte von zehn Autos nur eines gehalten, als wir unsere Panne hatten.
Am Steuer sind die Griechen meist sehr energisch bis aggressiv. Entspanntes Cruisen ist fast nicht möglich, ständig wird man bedrängt.
In den Küstenorten werden die Touristen beim Essen meist ziemlich abgefertigt. Preis und Leistung stimmen nicht. Wenn wir Essen gehen, dann möchten wir nicht nur satt werden, sondern auch genießen. Das betrifft das Essen selbst, vor allem aber auch die Zeit, die wir uns zum Essen nehmen möchten. Selbst die griechischen Salate waren oft lieblos, so dass wir sie uns am Ende lieber selbst gemacht haben.
Außerdem wird beim Brot und beim Wasser mittlerweile abkassiert. Man bekommt es wortlos auf den Tisch gestellt, und selbst wenn man nichts davon nimmt, wird versucht, es dem Gast auf der Rechnung unterzuschieben. Außerdem zahlt man in einigen Tavernen mittlerweile auch für das Gedeck. Da liegen insgesamt schnell bis zu fünf Euro mehr auf dem Tisch, was bei einem Essen für 25 Euro stolze 20 Prozent ausmacht. Es sei aber ausdrücklich erwähnt, dass es natürlich auch noch wohltuende Ausnahmen unter den griechischen Tavernen gibt!
Und wie sieht es bei den Griechen untereinander aus? Wie wir aus mehreren, auch einheimischen Quellen gehört haben, herrschen unter Griechen oftmals Neid und Missgunst. Da werden die Besitzer erfolgreicher Tavernen bis zur Geschäftsaufgabe schikaniert, da werden von Bauern die Olivenbäume des Nachbarn abgefackelt, weil dieser mehr davon hatte.
Und wir finden es sehr bedauerlich, wie die Griechen mit ihrem Müll umgehen: Kein gut erreichbarer, schöner Ort in der Natur, der nicht voller Abfall wäre. Sicher, bei uns wäre das auch so, wenn öffentliche Plätze nicht ständig gereinigt würden, aber zumindest werden sie gereinigt.

Sithonia auf Chalkidiki

Thessaloniki war netter als Athen, aber zum Verweilen eingeladen hat auch diese Stadt uns nicht. Doch bei Thessaloniki beginnt die Halbinsel Chalkidiki, die aus drei Zungen besteht, die die Griechen Finger nennen: Kassandra, Sithonia und Athos. Die drei Finger sind noch sehr ursprünglich und unverbaut. In zahlreichen Buchten gibt es wunderschöne Strände.

Am unteren Ende von Sithonia finden wir eine malerische Bucht mit einer kleinen Insel und feinem, hellgelbem Kiessand, durch den das kristallklare Wasser in den schönsten Grün- und Blautönen leuchtet.

Sithonia auf Chalkidiki

Und um das Glück perfekt zu machen, gibt es dazu auch noch eine richtig coole Strandbar. Die Tarnnetze sehen zwar etwas militant aus, erzeugen aber ein superangenehmes Wechselspiel aus Licht und Schatten. Na ja, und die etwas überteuerten Gin Tonics, die wir uns genehmigt haben, wollen wir natürlich auch nicht verschweigen.

Sithonia auf Chalkidiki

Sithonia auf Chalkidiki

Athen

Auf einer mächtigen Autobahn ging es am Vortag in die riesige Metropole Athen. Auf der Suche nach Athens einzigem Campingplatz nahmen wir eine Ausfahrt zu früh und verirrten uns hoffnungslos in der an sich schon riesigen Hafenstadt Pireas. Die Gelegenheit nutzten wir, um ein paar lange geplante Besorgungen zu erledigen. Dabei erhielten wir auch den ersten Hinweis, in welche Richtung es wohl weiter gehen könnte: ca. 5 km geradeaus, dann bei der zweiten Brücke links abbiegen, dann irgendwann nochmal links und dann wieder rechts, alles klar! Gefunden haben wir den Campingplatz natürlich nicht.
Aber da wir unterwegs an der Autobahn vorbeigekommen waren, hatten wir zumindest einen weiteren Anhaltspunkt. Wir arbeiteten uns mühselig durch das Verkehrschaos zurück zur Autobahn und mussten raten, in welche Richtung wir auffahren mussten. Wir entschieden uns natürlich prompt für die falsche, fuhren die nächste Ausfahrt wieder raus und tüftelten uns zur Autobahnauffahrt der Gegenrichtung. Dann einige Kilometer die Autobahn entlang gewühlt, auf eine lang ersehnte, kreuzende Bundesstraße gewechselt, und nach nur wenigen weiteren Kilometern sahen wir doch tatsächlich rechts den Campingplatz an uns vorbeiziehen. Blöd nur, dass die Bundesstraße in beiden Fahrtrichtungen vierspurig war und wir natürlich ausgerechnet auf der linken Spur (alte Angewohnheit aus Audi-A3-Zeiten). Wir betrachteten das Campingplatzschild noch eine Weile im Rückspiegel, bis wir endlich von der Bundesstraße abfahren konnten. Wir landeten mitten in einem Wohngebiet und wurschtelten uns im Zickzack durch diverse Einbahnstraßen. Hm, eigentlich mussten wir doch jetzt wieder auf der Höhe des Campingplatzes sein. Also zurück Richtung Bundesstraße. Mist, zu früh, das gleiche nochmal! Nun gut, beim zweiten Mal hatte es dann endlich geklappt: Nach nur zwei Stunden hatten wir den Campingplatz erreicht!

Mit dem Bus fahren wir in die Innenstadt, um die Akropolis zu besichtigen und uns über Verschiffungsmöglichkeiten nach Afrika schlau zu machen. Wir haben zwar nicht vor, von Griechenland aus zu verschiffen, denn es wartet ja mindestens noch die Türkei, aber wir wollen herausbekommen, wie Nachforschungen in dieser Hinsicht am besten anzustellen sind, denn im Internet haben wir bisher keine vernünftige Informationsquelle gefunden.
Wie könnte es anders sein, wir steigen zu früh aus dem Bus aus, weil wir einen Hügel sehen, den wir für jenen mit der Akropolis darauf halten. Mühselig kraxeln wir hoch, um dann nach etwa einer Stunde festzustellen, dass es der falsche Hügel ist. Macht aber nix, denn das Ding ist viel höher als der mit der Akropolis, und wir werden für unseren Irrtum mit einem Rundumblick über die ganze Stadt belohnt. So it goes.
In allen Himmelsrichtungen breitet sich ein endloses, weißes Häusermeer vor uns aus, im Süden begrenzt durch das Meer und in den drei anderen Himmelsrichtungen durch einen Mittelgebirgsrücken. Sieht alles ganz toll aus von hier oben, und Blick auf die Akropolis haben wir auch. Dort sind die Touristenmassen in Form lauter kleiner, bunter Punkte zu erahnen.

Athen

Athen

Doch die Stadt an sich ist fad, wie wir feststellen, als wir von unserem Aussichtspunkt wieder heruntergetrabt sind und durch die Häuserschluchten zur Akropolis latschen: keine wirklichen Highlights, nichts wirklich Nettes, das erwähnenswert wäre oder das Bild der Stadt freundlich stimmen könnte.
Irgendwann erreichen wir dann den Akropolishügel. Er ist rundum eingezäunt, damit sich auch ja niemand um das stolze Eintrittsgeld von zwölf Euro pro Person drücken kann. Den Besuch schenken wir uns, denn wir haben die Akropolis im Grunde genommen ja schon gesehen.
Also begeben wir uns auf unsere Verschiffungsmission. In den Reisebüros werden wir bloß ungläubig angeschaut, keiner kann uns weiterhelfen. Also machen wir uns mit dem Bus auf zum Hafen. Wieder keine Highlights in der Stadt zu sehen, und das Meer ist entlang des ganzen Weges komplett zugebaut. Auch der Hafen bietet nichts Schönes. Das ist natürlich in vielen Hafenstädten so, aber Thessaloniki wird ein paar Tage später beweisen, dass es auch anders geht, mit wenigstens ein paar netten Bars und einer, zwar etwas lieblosen, aber immerhin vorhandenen Promeniermeile. Allerdings müssen wir dazu sagen, dass wir nur Athens Fähr- und Containerhafen gesehen haben, aber nicht den Yachthafen. Vermutlich ist der schöner, aber insgesamt würde es für uns am tristen Stadtbild nicht mehr viel ändern.
Leider ist unsere Mission auch im Hafen zum Scheitern verurteilt. Wir kommen einfach nicht weiter und beschließen, das grundsätzliche Thema der Verschiffung erst einmal zu vertagen. Afrika wollen wir auf dem Landweg erreichen, falls unsere Reise nicht irgendwo noch eine gänzlich andere Richtung bekommen sollte.

Athen werden wir morgen den Rücken kehren und keine Träne nachweinen.

Nafplio

Nafplio ist ein kleines, schnuckeliges Städtchen im Nordosten der Peleponnes. Verwinkelte Gässchen und ehrwürdige Häuser zieren die belebte Altstadt. Trotz allen Lebens schon tagsüber, läuft Nafplio erst am Abend zur Hochform auf. Aus den umliegenden Orten strömen dann Müßiggänger aller Altersklassen in die Restaurants und Bars und mischen sich dort mit den Touristen.

Wir essen etwas in einer „Pizzeria“, in der es, wie sich herausstellt, gar keine Pizza gibt! Ganze drei Nudelgerichte und ansonsten griechisches Essen stehen zur Auswahl. Wir haben einen langen Tag hinter uns und keine Lust, ein neues Restaurant zu suchen. Also bestellen wir zwei Nudelgerichte.
In den nächsten fünf Minuten spielt sich ein wahrer Hexenzauber ab: Drei Kellner wirbeln abwechselnd um uns herum, bringen Papiertischtuch, Gedecke, Salz und Pfeffer, Brot, Wasser, unser Bier, den als Vorspeise bestellten Salat und gleich die Nudeln hinterher. Die Rechnung wird auch sofort dazu gereicht. Essen kann so effizient sein!

Um Frust herunter zu spülen, hilft am besten ein Cocktail. Und Cocktailbars gibt es in Nafplio genug. Also machen wir uns auf die Suche nach einer vielversprechenden Cocktailbar. Die Cocktailpreise jedenfalls sind wirklich vielversprechend: neun Euro und mehr. Das müssen aber ziemlich gute Cocktails sein.
Unser Testcocktail in einer neuen Cocktailbar ist eigentlich immer eine Caipirinha. In der ersten Cocktailbar gibt es eine „Kaipirinha“ [sic] für 9,90 Euro. Wenn eine Cocktailbar Caipirinha nicht richtig schreiben kann, wie soll dann erst der Cocktail schmecken? Für knapp 20 Euro ist uns das Risiko eines Reinfalls zu hoch.
Also weiter zur nächsten Cocktailbar. Dort gibt es eine „Caipirinha“ für 8,90 Euro. Also werfen wir einen Blick auf die Zusammensetzung laut Karte: Cachaça, brauner Rohrzucker und – „Lemon Juice“? Zitrone hat in einer Caipirinha absolut nichts zu suchen, sondern Limette (engl. lime), und außerdem sollte es nicht bloßer Saft sein, sondern eine Limette in Achtel gewürfelt und dann zerstampft. Auch hier lassen wir lieber die Finger davon, bevor wir uns nachher über einen schlechten Cocktail und viel verpulvertes Geld ärgern.
Anschließend machen wir noch zwei, drei weitere Anläufe, eine ordentliche Cocktailbar aufzutreiben, aber leider erfolglos. Okay, wir haben ja noch ein paar Flaschen Wein im Sprinter.

In einem etwas abgelegeneren Teil des Hafens suchen wir uns einen Parkplatz und stellen den Sprinter gegenüber einem Brummi auf dem sonst leeren Areal ab. Der Fahrer sitzt in seiner Kabine und winkt uns freundlich zu, als wir ihm gegenüber parken. Also schnappen wir uns den Wein und gehen gleich mal rüber. Er heißt Andreas, ist Ungar und fährt häufig die Strecke über Bulgarien nach Griechenland und ansonsten durch ganz Europa. Diesmal wartet er schon seit fünf Tagen auf seine Ladung und langweilt sich fern von Heimat und Familie zu Tode. Da ist ihm die Abwechslung durch uns gerade recht.
Wir trinken ein paar Gläser von unserem Wein und von seinem Bier und versuchen, uns zu unterhalten. Leider spricht er fast kein Englisch, aber immerhin ein paar Brocken Deutsch. Und wir sprechen natürlich auch kein Ungarisch. Seine Lieblingswörter sind „Chef“, „gut“ und „nix gut“. Auch mit Zeichensprache ist es schwierig, aber wir reimen uns schon irgendwie zusammen, was er wohl meinen könnte, und er umgekehrt. Letztlich sind es der Wille, der zählt, und die Atmosphäre. Ob man tatsächlich alles richtig verstanden hat, ist da beinahe nebensächlich. Jedenfalls haben wir einen netten Abend und er zeigt uns ausführlich seinen Truck. In seiner Kabine hat er neben allen möglichen Annehmlichkeiten sogar einen Kühlschrank und eine Kaffeemaschine. Zum Abschluss verspricht er uns, dass er uns am nächsten Morgen einen richtigen ungarischen Kaffee machen wird. Der wird uns, wie sich dann herausstellt, glatt die Schuhe ausziehen, weil er so stark ist!

Nafplio

Nafplio

Ein mieser Tag

Der Tag hat gut angefangen. Nach knapp zwei herrlich entspannenden Wochen verlassen wir die kleine Wohnmobilkolonie und machen uns auf den Weg, die Insel Peloponnes zu umrunden. Zuvor waschen wir noch unseren Sprinter, der es bitter nötig hat. Er bekommt auch gleich eine Unterboden- und Motorwäsche mit dazu und erstrahlt danach wieder in altem Glanz. Doch der Schein trügt, wie sich kurz hinter Kastro herausstellen soll. Auf einmal fängt unsere Hupe an, ihren Job zu tun, allerdings ungefragt, und sie hört auch nicht mehr damit auf! Unsere Fanfare hingegen gibt keinen Mucks von sich.
Wir stellen den Motor ab, um unter der Motorhaube nach dem Rechten zu sehen. Wir vermuten, dass durch die Motorwäsche irgendwohin Feuchtigkeit gelangt ist, wo sie nicht hingehört. Bis auf den Stecker des Kabels, das unsere Starterbatterie mit Strom von den Solarpanelen versorgt, wenn die Bordbatterie voll ist, der eine Ladung Wasser abbekommen hat, ist nichts zu sehen. Das Kabel kann doch eigentlich nichts mit der Hupe zu tun haben, oder? Wir machen den Stecker so gut es geht trocken, und versuchen es noch einmal. Sofort meldet sich die Hupe wieder mit lautem Getöse.
Gut, denken wir, solange es nur die Hupe ist, können wir ja die betreffende Sicherung herausziehen und dann erst einmal in Ruhe weiterfahren, bis uns entweder eine Idee kommt oder wir bei einer Werkstatt vorbeischauen können. Gedacht, getan, ich drehe den Zündschlüssel, die Hupe gibt wie gewünscht keinen Mucks von sich, der Anlasser macht die Geräusche, die er auch sonst so zu tun pflegt, der Motor springt an – und geht wieder aus! Nochmal das Ganze, gleiches Ergebnis. Nochmal. Sch****! Muss vielleicht doch etwas mit dem Stecker zu tun haben, der immer noch nicht ganz trocken ist.
Wir versuchen es noch einmal, den Stecker trockener zu bekommen, aber immer noch mit nicht ganz zufrieden stellendem Ergebnis, und der Motor will auch weiterhin nicht anspringen. Okay, bevor wir heute Abend noch hier stehen, rufen wir lieber mal beim ADAC an. Etwa eine Stunde soll es dauern. Wir versüßen uns die Wartezeit mit weiteren Nachforschungen im Motorraum. Dann meint Christiane, wir sollten die Sicherung der Hupe wieder einstecken und es noch einmal versuchen, den Motor zu starten. Wäre das einzige, was mir im Moment noch einfiele, aber was die Sicherung der Hupe mit dem Motor zu tun haben soll? Trotzdem steckt Christiane die Sicherung wieder ein, und siehe da, der Motor läuft, aber jetzt schrillt natürlich auch die ganze Zeit wieder die Hupe! Und wie überhaupt kann die Sicherung der Hupe den ganzen Motor lahm legen?
Hm, vielleicht sollten wir einfach mal das schon erwähnte Kabel abklemmen. Tatsächlich, es hupt nicht mehr! Ich werde noch verrückt, was kann denn dieses blöde Kabel mit der Hupe zu tun haben? Wir unternehmen noch einmal einen Anlauf, den Stecker richtig trocken zu bekommen.
In der Zwischenzeit trifft die angeforderte Hilfe bei uns ein. Der Grieche, der praktischer Weise weder Englisch noch Deutsch spricht, kommt hinzu, sieht uns am Kabel herumoperieren, betrachtet es kurz, steckt die Stecker wieder zusammen und bittet uns zu versuchen, den Motor zu starten. Dass dies funktioniert, wissen wir bereits, aber nun ertönt auf einmal auch die Hupe nicht mehr! Okay, wir verstehen wohl doch zu wenig von Autos und werden es wohl auch nie so richtig. Der Grieche freut sich über seine gelungene Reparatur, lässt uns über den freundlichen Mann des ADAC aber raten, doch sicherheitshalber eine Werkstatt aufzusuchen. Es könnte noch woanders ein Problem geben. Den Verdacht haben wir den Gesetzen der Logik folgend ohnehin. Dass die Hupe nicht mehr ertönt, nachdem wir den Stecker des Kabels abgetrocknet haben, erscheint uns nicht unbedingt plausibel, sondern eher ein Zufall.
Als wir einsteigen, fällt uns auf, dass rostiges Wasser vorne rechts an der Naht zwischen Karosse und Hochdach ausgetreten ist. Das ist doch wie verhext! Das erste Problem wahrscheinlich nur augenscheinlich gelöst, und schon wieder ein neues Problem, oder hängt beides irgendwie zusammen?
Wenn Wasser austritt, muss es auch irgendwo her kommen. Wir klettern ins Hochdach und nehmen es unter die Lupe. Tatsächlich, ganz vorne zwischen dem Hochdach und dem Reststück des alten Dachs über der Fahrerkabine hat sich Wasser gesammelt. Und genau dort befindet sich auch der kleine Kompressor unserer Fanfare. Dort hat es offensichtlich einen Kurschluss gegeben, und erst als das Wasser abgelaufen ist, tönte auch die normale Hupe nicht mehr. Mit dem Kabel hatte es überhaupt nichts zu tun! Aber den Zusammenhang zwischen der Sicherung der Hupe und dem Laufen des Motors verstehen wir immer noch nicht.
Na ja, und jetzt muss natürlich auch noch das Dach abgedichtet werden. Die Naht ist direkt oberhalb der schmalen, umlaufenden Regenrinne, die sich auf dieser Höhe befindet. Der Sprinter war bei den letzten beiden heftigen Regengüssen schräg gestanden, und wahrscheinlich war das Regenwasser, das sich dort gesammelt hatte, von da auch ins Innere gelangt. Bei der ersten Kurvenfahrt war es dann wieder heraus gelaufen. Wenn dem nicht so ist, dann haben wir zwei undichte Stellen. Das werden wir nach dem nächsten Regenguss merken, wenn wieder Wasser im Dach steht und dann nicht mehr abläuft!

Wenn ein Tag schon einmal so angefangen hat, hält er oft noch weitere böse Überraschungen bereit. Als wir gemütlich dahinfahren, stets die immer eiligen Griechen vorbei lassend, werden wir auf einmal von hinten zusammengehupt. Ein offener Honda 2000 hängt uns auf der Stoßstange und bedrängt uns. Dass einmal kurz gehupt wird, wenn man nicht gleich bemerkt, dass einer überholen will, sind wir ja schon gewöhnt, aber solche Aggression nicht. Wir sehen es auch nicht ein, ständig den Bordstein zu kratzen, um nicht als Verkehrshindernis wahrgenommen zu werden. Ich fahre näher an den Fahrbahnrand, obwohl die Straße nach den beiden unmittelbar vorbeifahrenden Autos sowieso vollkommen frei wäre, und mache dem Drängler ein international verständliches Handzeichen mit gestrecktem Mittelfinger.
Der junge Typ mit verkehrt herum aufgesetzter Baseballkappe und seiner Tussi nebendran gibt Gas, schert ruckartig aus, fährt auf unsere Höhe und bremst dann wild gestikulierend ab. Ich bekräftige meine Meinung von ihm verbal. Er regt sich tierisch auf, brüllt und fuchtelt weiter mit seinen Händen herum. Dass es mich ziemlich kalt lässt, macht ihn nur noch wütender, und schließlich muss er vor seiner Ische ja auch den starken Mann markieren.
Ich habe schließlich keine Lust mehr, meine Fahrbahn mit ihm zu teilen und ziehe langsam wieder auf die Mitte der Fahrbahn. Wenn er doch nicht überholen möchte, dann soll er es halt bleiben lassen. Er fällt kurz zurück, um dann noch rasanter an uns vorbei zu fahren, scharf vor uns herüber zu ziehen und sich knapp vor uns zu setzen. Dann tritt er heftig auf die Bremse und versucht uns zum Anhalten zu zwingen. Dabei macht er eindeutige Zeichen, dass er den Konflikt auf altbewährte Weise mit den Fäusten klären will. Er gehört zu den Typen, die es geradezu darauf anlegen und nach Gelegenheiten suchen, sich mit irgendwem prügeln zu können.
Ich muss ziemlich in die Eisen gehen, ziehe dann aber meinerseits links raus und fahre an ihm vorbei. Er gibt wieder Gas, überholt wieder, weiterhin wild fluchend, und fährt weiter, ohne einen weiteren Versuch zu unternehmen, mich zum Boxkampf herauszufordern.
Als er sich schon etwas entfernt hat, sehe ich eine Kreuzung kommen und die Ampel auf Rot springen. Wir würden die einzigen an der Ampel sein. Ich will nicht, dass das ganze weiter eskaliert und beschließe, in sicherem Abstand rechts ran zu fahren und zu warten, bis die Ampel wieder grün und er weitergefahren ist. Eine Konfrontation würde sicherlich nicht gut ausgehen, da ich inzwischen natürlich auch auf hundertachtzig bin – für welche Seite auch immer.

Die weitere Fahrt verläuft unbehelligt, und wir erreichen kurz vor Dunkelheit den Ort Pylos im Süden der Peleponnes. Nach diesem Tag haben wir uns ein schönes Abendessen verdient. Wir finden ein einfaches Restaurant und setzen uns. Es ist nicht viel los, nicht einmal die Hälfte der Tische ist besetzt. Wie es in Griechenland üblich ist, stellt die Bedienung uns sogleich Wasser und Brot auf den Tisch. Wir bestellen erst einmal zwei Bier und lassen uns bei der Auswahl des Essens Zeit. Da wir ziemlich ausgehungert sind, essen wir dabei gleich schon mal ein paar Scheiben Brot.
Das schmeckt dem Restaurantbesitzer allerdings gar nicht, da er wohl befürchtet, wir könnten uns an dem Brot satt essen. Er kommt an den Tisch und bittet resolut um die Bestellung. Wir bestellen einen Bauernsalat vorweg, frittierte Sardinen und einen Teller weiterer, frittierter Fische, die auch wie Sardinen aussehen, aber noch kleiner sind. Man isst Sie mit Haut und Haar, oder vielleicht sollte man besser sagen mit Flosse und Schuppe – inklusive Kopf und Augen! Dazu bestellen wir noch eine Portion Pommes.
Keine zwei Minuten später steht der Salat auf dem Tisch. Christiane hat kaum zum Salzstreuer gegriffen, um ihn nachzuwürzen, als auch schon die Pommes kommen. Waren wohl gerade übrig. Keine weiteren zwei Minuten, und auch der Fisch ist da. Muss wohl auch gerade übrig gewesen sein. Dazu bekommen wir die Rechnung gereicht. Dem Essen nachfolgende Getränkebestellungen sind zwar möglich, aber unerwünscht, wie es scheint, denn viele schlaue griechische Restaurantbesitzer wissen: Wer nach dem Essen nur noch trinkt, bringt dann weniger ein, und es gibt ja noch genügend doofe Touristen, die abgefertigt werden wollen. Sind wir hier in der Imbissbude oder im Restaurant? Uns jedenfalls ruiniert es völlig unnötig auch noch den Abend.

Was für ein mieser Tag!

Kastro

Wir sind auf dem Weg Richtung Olympia. In den vergangenen Tagen haben griechische Feuerwehrmänner bis zur vollkommenen Erschöpfung gekämpft, um die historischen Sportstätten am Fuße des Olymps vor dem drohenden Flammenmeer der verheerenden Waldbrände zu retten, die bis vor wenigen Tagen Griechenland heimgesucht haben.
Wir sind nicht allein. Auch ein athletischer Pole ist auf dem Weg nach Olympia: joggend mit einem kleinen Anhänger, den er sich mit einer Schlaufe um die Hüfte gebunden hat und hinter sich her zieht. Auf dem Anhänger steht das Wort „PEACE“ geschrieben. Wir sind beeindruckt.

PEACE

Noch etwa 50 Kilometer von unserem Ziel entfernt, biegen wir in Richtung Küste ab, in der Hoffnung, ein schönes Plätzchen für die Nacht zu finden und uns im Meer abkühlen zu können. Zunächst geht es durch Olivenhaine, dann durch den kleinen Ort Kastro und schließlich das letzte Stück abwärts zur Küste. Völlig unerwartet treffen wir auf ein kleines Stück Nordsee am Mittelmeer: bewachsene, helle Sanddünen, ein breiter Strand und eine kräftige Brandung, aber warm und ohne Quallen!

Kastro

Hier ein kleiner Ausschnitt des vielfältigen Dünenbewuchses:

Kastro

Kastro

Kastro

Auf einem großen Parkplatz in den Dünen stehen rund ein Dutzend Wohnmobile wild campend. Die meisten von Ihnen kommen aus allen Ecken Deutschlands, aber auch Österreicher und Holländer sind vertreten. Wir gesellen uns zu ihnen.

Kastro

Dabei fahren wir uns trotz Allradantrieb erst einmal fest. Die beiden hinteren Räder sind wegen des hohen Gewichts unseres Sprinters und wegen der geringen Auflagefläche der Reifen bei vollem Luftdruck im weichen Sand einfach abgesackt. Sandbleche haben wir noch nicht, da wir uns diese erst in der Türkei günstig besorgen wollen.
Eine nette Münchnerin eilt herbei, um uns zu helfen, während ein Österreicher daneben steht und deplatzierte Kommentare abgibt. Er meint, er hätte Sandbleche, aber sein Fahrzeug stünde darauf, und deshalb könne er sie uns nicht geben. Auf eine echte Unterstützung von seiner Seite warten wir vergeblich.
Aber wir lassen uns nicht aus der Ruhe bringen, holen den Klappspaten aus dem Heck und schaufeln die eingegrabenen Räder frei. Dabei stellt sich heraus, dass sich unter den Rädern fester Untergrund befindet. Trotzdem würge ich den Motor bei den darauf folgenden Anfahrversuchen mehrfach ab, bevor ich unseren Sprinter, beherzt mit den Füßen auf Kupplung und Gaspedal, aus den Mulden herausbekomme. Hier zeigt sich, dass der schwere Wagen wegen der fehlenden Untersetzung im Gelände nicht leicht anzufahren sein wird und dass wir darauf werden achten müssen, wenn es irgendwann über unwegsamere Pisten gehen wird. Aber es ist gut, hier schon einmal die ersten Erfahrungen in dieser Hinsicht gemacht zu haben.

Der Parkplatz ist das Reich von Christos, dem „armen Mann – drei Frauen, vier Kinder, mit große Herz, groß wie Wassermelone, aber süß wie Honigmelone!“ Christos ist ein lustiger und liebenswerter griechischer Bauer mittleren Alters. Er ist hier die gute Seele und versorgt die Camper jeden Tag mit allem, was sie brauchen, vorwiegend Brot, Eier, Obst und Gemüse, Wein und Olivenöl. Das meiste davon ist aus seinem eigenen Anbau. Viel daran verdienen tut er allerdings nicht, außer wenn die Camper kanisterweise reines Olivenöl aus seinem Anbau mit zurück in die Heimat nehmen. Ansonsten genießt er es, des Öfteren mit den Leuten abends ein, zwei Gläschen Wein zu trinken, den er stets in großen Plastikflaschen dabei hat und gerne auch mal spendiert.

Kastro

Wir lernen eine Reihe netter Menschen kennen, mit denen wir viel Zeit verbringen: ein holländisches Paar, das zu Hause eine Harley-Werkstatt und auch hierhin eines seiner Motorräder mitgebracht hat,

Kastro

den redseligen und afrikaerfahrenen Münchner Marc, der uns mit zahllosen Tipps zu Afrika versorgt und vor den territorialen Rentnern warnt, die in einer Woche, nach dem Ende der Schulferien, über diesen Ort herfallen und ihn bis hin zur Bürgermeisterwahl bürokratisieren werden, und seine slovakische Frau Slavka, die uns schon zur Seite gestanden hatte, als wir uns festfuhren, samt Sohn Jens (hier beim Spanferkelfest),

Kastro

und die Mannheimer Marc und Silke mit ihrer süßen, bald einjährigen Lilly und Hund Bobby (hier beim gemeinsamen Abendessen in Nicos Taverne).

Kastro

Kastro

Kastro

Sie alle und noch viele andere sorgen dafür, dass wir uns hier in den nächsten Tagen sehr wohl fühlen werden.

A propos Spanferkelfest: Das Spanferkelfest ist eine Art Tag der offenen Tür des hiesigen Klosters, zu dem die Menschen aus der Umgebung einmal im Jahr hinströmen, um für das Kloster zu spenden und sich anschließend mit Spanferkel, Bier und Wein die Bäuche voll zu schlagen. Zu diesem Anlass werden im wahrsten Sinne des Wortes anhängerweise Spanferkel gegrillt! Das vorzügliche, zarte Fleisch wird kiloweise verkauft und dann mit den Händen gegessen. Auf Beilagen wird komplett verzichtet.

Kastro

Kastro

Kastro

Wandern im Pindos

Vom griechischen Gebirgsdorf Monodendri aus wollen wir eine mehrtägige Wanderung durch den nördlichen Pindos unternehmen. Zwischen den Wanderetappen wird in den Dörfern übernachtet. Zelten ist nicht gestattet.
Deshalb erkundigen wir uns in einem der kleinen Hotels zunächst nach den Übernachtungspreisen. Eine Übernachtung kostete überall rund 50 Euro, erfahren wir. Wenn wir die Wanderung machen wollten, könnten wir den Sprinter gegen eine Übernachtung stehen lassen.
Wir sind zögerlich, ob wir uns das leisten möchten und beschließen, zunächst einen Kaffee auf der gemütlichen kleinen Terrasse eines anderen Hotels Trinken zu gehen. Auch dort fragen wir nach dem Übernachtungspreis. Etwas skeptisch betrachtet uns der Hotelbesitzer und nennt ebenfalls einen Preis von 50 Euro. Dann schiebt er leicht verlegen ein „p’r p’rs’n“ nach. Geht’s noch? Gut dass wir noch einmal gefragt haben. Dann hat sich das mit der mehrtägigen Wanderung erledigt, das ist uns eindeutig zu teuer.

Wir bezahlen und gehen nacheinander noch zur Toilette. Ich drücke den Spülknopf, aber er greift ins Leere, und es tut sich überhaupt nichts. So kann ich nicht gehen, der Nachfolger würde im Gesicht bunt anlaufen und in Ohnmacht fallen. Schlau wie ich bin, nehme ich den Spülkastendeckel ab und sehe nach dem Rechten. Hm, sieht ganz anders aus als ich das kenne. Ich drücke und ziehe, wo es mir potenziell sinnvoll erscheint und halte wenig später den Schwimmer in der Hand. Nicht gut! Wer sich mit Toilettenspülungen auskennt weiß, was nun geschieht: Der Spülkasten läuft weiter voll, ohne dass das Wasser abliefe. Ich versuche krampfhaft, den Wasserzulauf zu schließen und gleichzeitig den Schwimmer wieder an seinem angestammten Platz anzubringen. Nach ein paar Versuchen gelingt mir das auch mehr oder weniger, aber richtig festsitzen tut er nicht. Als ich ihn loslasse, sackt er dann auch zu stark zur Seite, und der Spülkasten läuft weiter voll. Mit einer akrobatischen Höchstleistung gelingt es mir aber, den Toilettendeckel zu greifen und wieder aufzusetzen und damit gleichzeitig den Schwimmer in einer Position einzuklemmen, so dass der Kasten nicht weiter volläuft. Geschafft, aber gespült habe ich davon natürlich noch nicht. Ich funktioniere den nebenstehenden Mülleimer kurzer Hand um, fülle ihn am Waschbecken mit Wasser und spüle dann damit. Nachdem ich den Vorgang noch zweimal wiederholt habe, wasche ich mir schnell die Hände und suche das Weite, denn mir ist klar, dass der nur lose aufgesetzte Schwimmer sich jeden Moment wieder ablösen und eine erstklassige Überschwemmung anrichten kann. Das aber doch bitte erst, wenn wir außer Sichtweite des Hotelbesitzers sind!

So einfach unverrichteter Dinge wieder abziehen wollen wir allerdings nicht und beschließen, vom nächsten Ort aus auf den Wanderweg zu stoßen, ihn ein Stück zu gehen und am selben Tag wieder zurück zu laufen. Der nächste Ort stellt sich jedoch als reiner Aussichtspunkt über die grandiose Vikosschlucht heraus. Mit rund 1.000 Metern ist sie die tiefste Schlucht der Erde.

Pindos

Bei dem imposanten Ausblick in die schier unendliche Tiefe bekommen wir tatsächlich etwas wackelige Beine. Von dort auf den Wanderweg stoßen, können wir allerdings nicht. Da der Weg unten durch die Schlucht verläuft und wir keinen Fallschirm dabei, müssen wir wohl oder übel umkehren. Also fahren wir zurück nach Monodendri und gehen es von dort aus noch einmal an. Mit detektivischem Spürsinn gelingt es uns, hinter vielen engen und verschlungenen Gässchen den zentralen Dorfplatz und damit den offiziellen Startpunkt der Wanderung auszumachen, doch schon nach weiteren 200 Metern findet unser Unternehmen ein weiteres jähes Ende, als wir auf eine Absperrung stoßen. Die komplette Wanderung ist gesperrt! Und die schlitzohrigen Griechen hätten uns stillschweigend glatt ein Zimmer angedreht…

Zumindest aber ist ein weiterer, wunderbarer Aussichtspunkt auf die Schlucht ausgeschildert, den wir nach einigen hundert Metern erreichen. Hier verbringen wir den ganzen Nachmittag und vergessen bald unseren Frust, was angesichts dieser atemberaubenden Aussicht wohl auch kein Wunder ist:

Pindos

Pindos