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Ruinenstadt Olympos und Chimaira

Wir befinden uns an der türkischen Riviera, genauer gesagt an der Ostküste Lykiens. Hier findet sich versteckt in den Urwäldern einer kleinen Schlucht, die zur rund drei Kilometer langen Bucht von Çıralı hin ausläuft, die antike Ruinenstadt Olympos.

Da wir keine Lust haben, Eintritt zu zahlen, steigen wir vom Strand aus durch ein Loch im Bretterzaun vor einem inoffiziellen Nebeneingang. Schlagartig finden wir inmitten des Urwalds und der ersten Ruine wieder. Eine Zweimeterschlange spürt unser Auftreten und verkrümelt sich wenige Schritte vor uns ins dichte Gestrüpp. Wir kommen uns vor wie in einem Indiana-Jones-Film, irren und stolpern durch die menschenleeren Ruinen, bis wir auf einen offiziellen Pfad stoßen. Selbst hier treffen wir immer noch auf keine Menschen, da wir uns nach wie vor in einem sehr abgelegenen Teil der Ruinenstadt befinden. Und trotz der nun vorhandenen Beschilderung kommen wir immer wieder vom Weg ab, durch kaum berührte Bereiche, durch ein Flussbett, in dem sich Frösche sonnen, vorbei an einem Theater, einem römischen Bad und steinernen Sarkophagen.

Olympos

Olympos

Olympos

Olympos

Olympos

Olympos

Olympos

Olympos

Ja, und zum Schluss werden wir auch noch mit einem traumhaften Ausblick über die wunderschöne, wenn auch nicht ganz einsame Bucht verwöhnt:

Olympos

Eigentlich wäre das für diesen Tag ja schon genug, aber es soll noch besser kommen, denn es steht ja noch die Chimaira auf dem Programm. Die Chimaira ist seit ewigen Zeiten brennendes Feuer, gespeist durch austretendes Ergas an den Hängen des Olymp. Ja, einen Berg solchen Namens gibt es hier auch, und wie die Türken sagen, gab es ihn hier schon, bevor die Griechen selbst ihren Olymp so benannten und das ewige Feuer zum Symbol der Olympischen Spiele machten. Die Griechen streiten das natürlich ab. Als Türke sollte man das Thema einem Griechen gegenüber besser nicht ansprechen! Wie dem auch sei, es ist ein wahrhaft mystischer Ort, und wir finden es außerordentlich praktisch, dass wir uns hier mal nicht um’s Feuermachen kümmern müssen!

Chimaira

Chimaira

Chimaira

Chimaira

Dünen von Patara

Wer die Dünen von Arcachon in Frankreich beeindruckend, aber touristisch zu überlaufen findet, wird die Dünen von Patara im türkischen Lykien lieben. Wir zweigen vom Weg an den Strand ab, fahren durch den winzigen Ort einen Hügel hinauf, durch ein kleines Wäldchen zurück in Richtung Küste, und landen an einem grandiosen Aussichtspunkt. Von diesem hochgelegenen Platz, auf dem wir in der Nacht auch campen werden, eröffnet sich ein atemberaubender Blick über eine weite Landschaft aus sanft geschwungenen Dünen in der wohl noch unberührtesten Bucht der türkischen Südküste.

Wenn in den achtziger Jahren nicht einige wildentschlossene Naturschützer für die Erhaltung dieses Gebietes wegen der dort ihre Eier ablegenden Meeresschildkröten gekämpft hätten, dann würden hier heute ein Hotel neben dem anderen stehen und die Dünen längst zerstört sein, wie es an vielen anderen Orten der türkischen Südküste geschehen ist. Und Schildkröten würde es hier natürlich auch nicht mehr geben.

Dünen von Patara

Dünen von Patara

Dünen von Patara

Dünen von Patara

Dünen von Patara

Felsbrocken

Düne

Sprinter