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Von Grado über Triest nach Rijeka

Wir folgen der Mittelmeerküste von Grado über Triest nach Rijeka.

Triest mit seinen prächtigen Bauten gefällt uns sehr gut, aber die Küsten Norditaliens sind uns insgesamt zu überfüllt.

An der Grenze zu Slovenien müssen wir erstmals durch eine Grenzkontrolle. Wir werden durchgewunken und können nach der Grenze günstig tanken.

Ein kleines Inselchen mit ein paar wenigen Wohnmobilen und Autos darauf gibt uns die erste Gelegenheit für ein ausgedehntes Bad im Meer, ohne dass wir uns mit anderen Touristen um Liegen und Sonnenschirme streiten müssten.

Halbinselchen in Slovenien

Die slovenisch-kroatische Grenze stellt wiederum kein Problem dar, aber wenig später machen wir erstmals Bekanntschaft mit südländischer Verkehrsführung. Mehrmals fahren wir im Kreis, bevor wir endlich wieder auf den richtigen Weg kommen.

Entlang der Küste Istriens geht es weiter Richtung Süden. Überall stehen riesige Grills, auf denen ganze Ferkel und Lämmer zubereitet werden. Am Straßenrand werben Köche mit blütenweißen Kochmützen um die Gunst der Kunden.

Grills in Kroatien

Wir können nicht widerstehen und schlagen uns mit der gehaltvollen Kost die Bäuche voll. Bis zu zehn ganze Ferkel und Lämmer werden von den großen Gasthäusern jeden Tag zubereitet, wie wir erfahren.

Durch das Landesinnere abkürzend fahren wir nun über völlig ausgefahrene und zerbröckelte Straßen bis kurz hinter Rijeka. Hinter Rijeka gibt es eine spektakuläre, freistehende Brücke mit 270-Grad-Kurve auf einzelnen dünnen Pfeilern, die aus schwindelerregender Höhe den Blick auf eine tiefer gelegene Bucht freigibt.

Brücke hinter Rijeka

Durch die Dolomiten nach Grado

Noch vor dem Frühstück machen wir uns auf den Weg nach Grado. Unsere Route führt zunächst über Bozen und durch die schwindelerregende Eggenschlucht hinauf in die beeindruckende Bergwelt der Dolomiten.

Dolomiten

Bei dieser grandiosen Aussicht holen wir unser Frühstück nach und fahren durch das nordostitalienische Landesinnere nach Grado, einem beliebten Ferien- und Wochenendausflugsziel der Italiener an der Ostküste.

Unterwegs machen wir eine Toilettenpause an einer verlassenen Raststätte. Während ich mir im angrenzenden Maisfeld ein stilles Örtchen suche, halten nacheinander zwei Italiener mit Ihren Autos und machen Christiane eindeutige Angebote. Nur energisch lassen sie sich abschütteln. Nicht mal in Ruhe auf’s Klo gehen kann man.

Als wir in Grado hineinfahren holt uns wieder einmal der Regen ein, als wir wegen eines, dem Blaulichtaufgebot nach zu urteilen schweren Verkehrsunfalls eine halbe Ewigkeit im Stau stehen. Einziger Lichtblick ist eine kurze Regenpause, die für wenige Momente den Blick auf einen pastellfarbenen Sonnenuntergang freigibt.

Grado

Später finden wir einen großen, aber noch nicht offiziell in Betrieb genommenen Parkplatz für Wohnmobile, nur 50 Meter vom Meer entfernt. Der geplante Abendspaziergang ans Meer endet allerdings vor einem großen Zaun mit verschlossenem Tor. Dahinter liegt ein schmaler Sandstreifen mit den üblichen Liegestuhl- und Sonnenschirmreihen. Als Entschädigung werden wir in der Nacht durch das musikalische Programm eines angrenzenden House-Clubs unterhalten. Bella Italia!

Wandern zu den Spronser Seen in Südtirol

Am Morgen brechen wir zu unserer ersten Wanderung auf mit dem Ziel Spronser Seen. Nach einem beschwerlichen Aufstieg über 1.500 Höhenmeter erreichen wir den höchsten Punkt unserer Wanderung und kehren im Gasthof Oberkaser ein.

Oberkaser

Wandern zu den Spronser Seen in Südtirol

Wir

Wandern zu den Spronser Seen in Südtirol

Wandern zu den Spronser Seen in Südtirol

Wie das bei Rundwanderungen so ist, müssen wir jeden Meter, den wir den Berg hinauf gekraxelt sind, nun wieder hinunter. Gegen späten Nachmittag werden wir noch einmal von einer grandiosen Aussicht über Dorf Tirol und Meran verwöhnt, bevor es anschließend steil hinab ins Tal geht.

Meran

Über den Passo di Rombo nach Südtirol

Nach einer regenreichen Nacht im Allgäu verlassen wir Deutschland und machen uns auf den Weg nach Südtirol. Bei strömendem Regen überqueren wir den Passo di Rombo. Der Passo di Rombo ist ein bis zu 15 Prozent steiler, sich in 180-Grad-Serpentinen windender Pass auf knapp 2.500 Metern. Für den Motor unseres Sprinters ist der Passo di Rombo die erste Bewährungsprobe, die er reibungslos meistert.

Passo di Rombo

Unterwegs überholen wir mehrere unerschrockene Radfahrer, die sich den Pass hinauf quälen. Allein bei dem Gedanken daran bekommen wir Schweißausbrüche, nicht nur wegen der körperlichen Anstrengung, sondern auch wegen der Gefahren, denen sie sich auf solchen Straßen aussetzen. Auch in den Tagen danach beobachten wir immer wieder anscheinend lebensmüde Radfahrer auf unmöglichsten Straßen, die teilweise auch davor nicht zurückschrecken, mit dem Rennrad ohne Licht durch dunkle, enge und lang gezogene Straßentunnels hindurch zu fahren.

Am Abend erreichen wir unser Ziel Dorf Tirol bei Meran und quälen uns auf der Suche nach einem Stellplatz für die Nacht durch enge Gassen den steilen Berg hinauf. Das sind natürlich keine guten Aussichten auf einen Stellplatz, und wir sind zu allem Überfluss auch noch mitten in eine Gewitterfront hineingeraten. Als wir am Waldrand anhalten und überlegen, was wir machen sollen, schlägt direkt neben uns ein heftiger Blitz ein, und wir können die Druckwelle des Donners deutlich spüren. Nicht gerade die angenehmsten Bedingungen für die Stellplatzsuche. Letztendlich finden wir dann doch noch eine Parkmöglichkeit, wenn auch ziemlich abschüssig. Trotzdem schlafen wir sehr gut in dieser Nacht.