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Leben am Awasasee

Wasser ist Quelle des Lebens: Das gilt besonders für Afrika und den Awasasee. Der Awasasee beheimatet unzählige Menschen und Tiere. Bekannt ist er vor allem als Vogelparadies, aber auch eine Population Flusspferde lebt hier.

Menschen

Menschen

Menschen

Menschen

Menschen

Menschen

Menschen

Hier eine kleine Auswahl an Vogelarten, die wir am Awasasee angetroffen haben:

Vögel

Vögel

Vögel

Vögel

Vögel

Vögel

Vögel

Vögel

Vögel

Vögel

Außerdem ist hier noch eine weitere Vogelart allgewärtig: der Marabu. Marabus sehen aus wie eine Kreuzung aus Geiern und Störchen und werden wegen ihres markanten Aussehens auch Bestattervögel genannt.

Marabus

Marabus

Auch den Flusspferden statten wir mit dem Boot einen Besuch ab. Die beiden Spanier Siscu und Christina, die wegen öffentlichen Wäscheaufhängens aus dem Itegue Taitu Hotel in Addis Abeba geflogen waren, haben wir hier wiedergetroffen und sind auch mit dabei.

Awasasee

Awasasee

Flusspferde

Flusspferde

Flusspferde

Das letzte Foto zeigt übrigens ein Flusspferd kurz vor dem Angriff, nachdem ihm eine Gruppe Touristen (wir) in ihrer Nussschale zu nah gekommen ist. Unmittelbar danach ist der tonnenschwere Koloss mit einem markerschütternden Brüllen blitzschnell abgetaucht und hat auf uns Jagd gemacht. Von einem Flusspferd angegriffen zu werden macht gelinde gesagt schwer Eindruck – besonders wenn man weiß, dass mehr Touristen durch Angriffe der gutmütig aussehenden Dickhäuter ums Leben kommen als durch jedes andere Tier in Afrika. Auch unsere Guides sind ziemlich hektisch geworden, haben blitzartig den Außenborder angeworfen und mit uns im Rückwärtsgang die Flucht angetreten. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wäre der Motor nicht sofort angesprungen…

Nach all der Aufregung brauchen wir etwas zum Runterkommen: einen Mixed Juice. Diese frischen, pürierten Fruchtcocktails ohne Alkohol bekommt man überall in Äthiopien, und sie schmecken einfach himmlisch lecker. Unser Tipp ist eine Mischung aus Mango, Avocado und einem Schuss Orangensaft – gigantisch!

Mixed Juice

Adenium Camp in Awasa

Das Adenium Camp in Awasa, gelegen am Awasasee, wird vom Lonely Planet als bestes Camp Äthiopiens geadelt. Und wir können mit Fug und Recht behaupten, dass das sehr wahrscheinlich so ist, denn wir sind hier und haben auch schon ein paar andere Camps gesehen.

Jana, eine Berlinerin führt das Camp, und es ist die erste Unterkunft in Äthiopien mit menschenwürdigen Duschen und Toiletten, die wir hier zu Gesicht bekommen haben. Deutsche Gründlichkeit lässt sich eben nicht so leicht abschütteln, und das ist gut so. Außerdem wird das Anwesen von einem wunderschönen, großen Garten geziert – ein kleines Idyll und (meistens) eine Oase der Ruhe.

Seit acht Jahren lebt Jana in diesem Land mit ihrem äthiopischen Mann Kurato – doch leider nicht mehr lange. Sie sind gerade dabei, nach Deutschland zu ziehen. Ihre Kinder sind bereits seit ein paar Monaten in Berlin bei den Großeltern.

Vor vier Jahren haben sie das Adenium mit viel Liebe aufgebaut und es im Laufe dieser kurzen Zeit zu einem erfolgreichen Geschäft entwickelt. Doch der Erfolg und vielleicht auch die ständig ein- und ausgehenden, unbekannten Weißen haben Neider auf den Plan gerufen. Die Schlimmsten sind die eigenen Nachbarn, und man fühlt sich unweigerlich an deutsches Kleinbürgertum erinnert. Doch so etwas gibt es auch anderswo. In diesem Fall sind die Nachbarn eine fanatische Sekte, die Jana und ihre Gäste regelmäßig mit ohrenbetäubender Musik und anderen Exzessen, die sich anhören wie Exorzizien, unterhält. Da hilft auch keine hohe Mauer, und schon gar kein Maschendrahtzaun.

Als wäre das nicht schon schlimm genug, kommt auch noch behördliche Schikane dazu. Behörden können sehr einfallsreich und aktiv sein, wenn es darum geht. Leider ist das Adenium zum traurigen Beispiel dafür geworden wie es gehen kann, wenn der Erfolg geneidet wird. Wir gehören zu den letzten Gästen, die das Adenium unter Janas und Kuratos Fittichen erleben dürfen.